Samstag, 11. März 2017

BEROMÜNSTER - Radioweg

Freitag, 10. März 2017

Leitung: Marianne Burgunder, 21 Seniorenwanderer





















Route: Beromünster Postauto Haltestelle - Stiftskirche - Schlössli - Huebe - Erlosen - Blosenberg - Blosenberg Reservoir und zurück nach Beromünster

Länge 7 km, Auf- und Abstieg 180 Höhenmeter, T1, leichte Wanderschuhe

Die meisten der Seniorenwanderer sind irgendwann zwischen 1920 und 1950 geboren, in einer Zeit, als das neue Medium Radio von Beromünster aus die Schweizer Stuben eroberte. Der Radioweg Beromünster ist ein Kulturweg mit sieben Hörstationen, der uns buchstäblich in unsere Jugendzeit zurückführt. Wie war das doch damals, als an bestimmten Abenden keine Sitzungen und Vereinsanlässe stattfanden, weil Gotthelfs Ueli der Knecht und sein Vreneli zu uns auf Besuch kamen! Die neuste Gotthelfgeschichte, Ueli der Maurer, können wir heute am Fernsehen in der Tagesschau verfolgen ....

Doch nun schön der Reihe nach. In Sursee gibt's den obligaten Kaffee-Gipfeli-Halt, weil wir einige Zeit auf das Postauto warten müssen. Die Osterhasen im Café Weibel erinnern irgendwie an eine Berner Fussballmannschaft ...




Ja eben - die RadiohörerInnen aus den Anfängen von Radio Beromünster sind inzwischen ein bisschen grau geworden.


Schon nur der Bummel durch das Dorf Beromünster lohnt die Reise in diese für uns abgelegene Ecke des Kantons Luzern. Hier der Buchdrucker Helias Helye und der Schlossturm Beromünster, in dem sich ein Buchdruckermuseum befindet.



Das eindrücklichste Bauwerk ist die Stiftskirche, ein frühromanisches Bauwerk, in den Grundzügen von 1034 bis 1036 erbaut.


 Im Aufstieg zum Schlössli dann die erste Hörstation ....


... und gleich danach ein historisches Objekt mit einem seltsamen Spruch.



Heute nicht mehr unbedingt ersichtlich: dieses Wäldchen wurde als Waldkathedrale angepflanzt. Wir verzichten in dieser Kathedrale auf unser obligates "Dona nobis pacem", weil die Akustik in diesem Waldraum doch sehr zu wünschen übrig lässt ....


Die Hörstationen sind natürlich willkommene Pausen im steilen Anstieg ...


und schon haben wir die Anhöhe erreicht, auf dem der 217 Meter hohe Sendeturm steht. Ein filigraner Turm, fast wie der Baum davor.


Der Bergpreis und damit die Mittagsrast naht. Auf dem Pt. 805 des Blosenbergs finden wir einen Rastplatz mit unerwartet schöner Aussicht.





Blick zum Turm und ins Mittelland

Blick zum Rigi
Nicht ganz auf gleichem Weg geht es zurück nach Beromünster. Die weite und beruhigende Landschaft gefällt uns sehr.




Zum Schluss ist ein kurzer Endspurt notwendig. Beinahe hätten wir das Postauto verpasst.


In Sursee reicht die Zeit für einen Stadtbummel. Schade, dass wir schon gegessen haben. Im Hotel Hirschen gäbe es ab Fr. 2.-- ein Mittagessen! Und im Falle einer Übernachtung Zimmer mit Zentralheizung.


Wie schön sind sie doch, die kleinen Städte in der Schweiz! Die historische Bausubstanz ist in Sursee sehr gut erhalten, aber auch neuzeitliche Bauten und Kunstwerke fügen sich gut ins Stadtbild ein.









Link auf die Wanderberichte der Jahre 2015 und 2016:

peterperpedes.blogspot.ch



Donnerstag, 12. Januar 2017

PPP - Land- und Stadt-Wanderung St. Gallen

Dienstag, 10. Januar 2017


Leitung: Rolf Hasler, 17 Seniorenwanderer














Route: Notkersegg - Dreilinden - Drei Weieren - Mülenen - Mülenentobel - Altstadt - Bäumli - Altstadtbummel - Führung in der Kathedrale - Bahnhof St. Gallen

Die Stadtwanderungen von Rolf haben eine ganz besondere Konstante: der Erlebniswert ist jeweils umgekehrt proportional zum Wetter. Weniger geschwollen ausgedrückt heisst dies: je strüber das Wetter, desto grösser das Vergnügen. Mit kulinarischen Überraschungen begann es ja schon im Zug, und dramaturgisch geschickt fanden diese ihren Höhepunkt in der Kathedrale, der Stiftskirche Gallus und Otmar.

Jetzt aber alles schön der Reihe nach:


Mit diesem Bähnli fahren wir von St. Gallen Richtung Trogen

Oben auf der Notkersegg steigen wir aus
Kurz nach dem Start halten wir kurze Rast in der Klosterkirche des Kapuzinerinnenklosters Notkersegg

Klosterkirche Maria zum guten Rat
Im 18. Jahrhundert wurden die Schwestern "mit Mauern von der Welt abgeschlossen".

Hinaus in die winterlicher Welt

Ländliche Idylle so nahe bei der Stadt

Unterwegs nach Dreilinden

Fischen dürfen wir hier leider nicht ...

Sicht über die Stadt zum Bodensee

Unter uns die Altstadt mit der Kathedrale

So nahe bei der Stadt und so viel Natur
Oberhalb des Schwimmbades dann die nächste Überraschung. Fürs leibliche Wohl wird liebevoll gesorgt. Man beachte das weisse Tischtuch. Das nennt man gepflegten Service. Für mich der einzige Wermutstropfen: das Bad ist geschlossen. Die Badehose muss ich wieder einpacken.




Nach der Znünipause geht es den Weieren entlang Richtung Mühlegg. Man könnte mit der Drahtseilbahn zur Stadt hinunterfahren, aber wir steigen auf schneebedecktem Pfad das Mülenentobel hinunter.


Hier wurde in vergangenen Jahrhunderten die Wasserkraft genutzt, hier war das Zentrum der blühenden Industrie.





Ein geschichtsträchtiger Ort: an dieser Stelle hatte der Mönch Gallus die Begegnung mit dem Bären, hier baute er die Einsiedelei.


In der Weinstube Bäumli erwartet man uns. Das Bäumli ist eines der traditionellen Erststock Beizli. Die Leibspeise ist natürlich die legendäre St. Galler Bratwurst - aber wohlverstanden: ohne Senf! Höchstens verbal darf man zu diesem Brauch "seinen Senf dazugeben".


Eine urgemütliche ....

... Tafelrunde
Bis zur Führung in der Kathedrale bleibt noch Zeit für den Gang durch die Altstadt. Eine besondere Augenweide sind die prächtigen Erker.





Bei diesem Wetter muss man sich warm anziehen

Das Karlstor, das einzige noch erhaltene Tor

Die Stiftskirche


In der Stiftskirche erleben wir die grösste und für alle unvergessliche Überraschung. Natürlich war mir klar, dass Rolf für die Führung eine kompetente Person engagiert, einen professionellen Führer, vielleicht einen Priester. Dass uns jedoch Bischof Markus Büchel persönlich durch seine Räume führt und uns dann zum Abschluss zu einem Apero riche mit einem guten Wein einlädt, das hätte ich nie erwartet. Beeindruckend war seine Offenheit, sein gutes Verhältnis zur reformierten Kirche. Da wird Ökumene gelebt!

Die letzten Fotos kommentiere ich nicht speziell,. sie sprechen ja für sich. Nur soviel zum Abschluss: 

Danke Rolf und Ingrid - und ein ganz besonderer Dank an Bischof Markus Büchel!