Donnerstag, 17. Mai 2018

Unterwegs auf dem Amiet-Hesse-Weg


Mittwoch, 16. Mai 2018


Leitung Marianne Burgunder - 17 Seniorenwanderer





























Scheinbar eine einfache Sache. Der Amiet-Hesse-Weg ist im Internet reich dokumentiert. Siehe hier: 

http://www.amiet-hesse-weg.ch/de/home 

Zudem gibt es einen Faltprospekt mit der Route vom Bahnhof Riedtwil zu den Stelen 1 bis 8. Also einfach nach Riedtwil fahren und dann los ....

Die Sache hat jedoch mehrere Haken: für viele Senioren ist die gesamte Strecke zu lang, die Höhendifferenz zu gross, der Aufstieg durch den Mutzgraben zu steil und zu heikel.

Die richtige Variante findet man nie auf  Anhieb. Acht Gänge waren nötig, zweimal waren Käthi und ich mit dabei. Und dann für den Wandertag eine miserable Wetterprognose! Wir wagten es trotzdem - und ich kann ja im Blog zeigen, was man sieht, wenn man etwas sieht ...


Freitag, 3. November 2017

Heute testen wir den Aufstieg durch den Mutzbachgraben. Der Weg ist stellenweise feucht und glitschig.


Nach dem schönen Bauernhaus hinter der alten Mühle Riedtwil geht es hinein in den Graben. Gleich zu Beginn kommt die Schlüsselstelle - die Überwindung der Höhe des Wasserfalls.


Die Treppe mit der seitlichen Hunderampe ist alt, aber immer noch in gutem Zustand.



Der Abstieg zum Bach ist heikel. Hier wäre ein Handlauf angebracht.



Im Aufstieg zur Luftröhre hat man eine eindrückliche Sicht zum Jura.



Oschwand in Sicht. Seit fast 60 Jahren bin ich zum ersten Mal wieder in den Buchsibergen.


Oschwand: das Amiet-Haus, Wirtschaft und Schulhaus. Hier war Cuno Amiet zu Hause.


Die Stele am Friedhof, sein Grab mit dem Grabmahl von Otto Charles Bänninger



Der Abstecher nach Spych mit den prächtigen Bauernhöfen. Hier hat im gelben Haus Bruno Hesse mit seiner Familie gewohnt.




Montag, 7. Mai 2018

Die Route ist nun klar, aber wir sind nochmals unterwegs, insbesondere um die Verhältnisse im Mutzbachgraben zu erkunden. Ingrid und Michel begleiten uns, weil sie am 16. Mai Termine haben.

Mutzbachfall

Die Wege sind trocken und geputzt

Aufstieg oberhalb Juchten

Das Roterhaus ....

... mit dem kunterbunten Stöckli



Die Aussicht von der Luftröhre

Der Rastplatz oberhalb Wannenthal
Sommerliche Impressionen im Abstieg nach Spych: Bäume, Rapsfelder, Wolken.








Spych: Blumenpracht im Sommer. Ein wichtiger Typ: Bei Familie Bögli gibt es feinsten Spargel zu kaufen!










Montag, 7. Mai 2018

Na ja - für uns Wanderleiter ist es frustrierend. So lange geplant, und jetzt so grauliches Wetter. Das Ganze hat auch eine positive Seite. Die Wanderer sind alle gut gerüstet und voll motiviert. Man darf nicht vergessen: die Geselligkeit ist so wichtig wie eine schöne Aussicht.

Startkaffee im Bahnhöfli Riedtwil


Der grosse Regen beginnt

Parade der Regenschirme

Lesen kann man auch, wenn es regnet
  Auf Schnerzenbachweid wird die Aronia-Beere angepflanzt. Im Hofladen kann man verschiedene Produkte kaufen: getrocknete Beeren, Sirup und Likör. Das Interesse daran ist gross.



Wie geplant sind wir kurz vor 12 Uhr oben beim Brätliplatz und werden von Erwin Lüthi herzlich begrüsst. Vor gut 60 Jahren haben wir beide im Seminar Hofwil als Nr. 23 und 24 die Schulbank gedrückt. Wir waren ein gutes Team und sind es ganz offensichtlich heute noch. 



Erwin erzählt kurzweilig über sein Heimatddorf Oschwand, über Cuno Amiet und Bruno Hesse, über die Geschichte des Oberaargaus - wir vergessen dabei, dass es ein bisschen kühl geworden ist.



Danke Erwin! Das war der Höhepunkt des Tages. Ich wohne zwar seit vielen Jahren im Unterworblengau - aber der Oberaargau ist immer eine Reise wert!


Wegen dem Dauerregen blieb die Kamera im Rucksack. Aber nach dem regen Spargelkauf in Spych sassen wir eine gute Stunde im Wirtshaus Oschwand und kamen pünktlich und fast trocken zurück nach Riedtwil






Marianne: wir danken dir, dass du uns nach so intensiver Vorbereitung trotz Regen in die Buchsiberge geführt hast. Die fröhlichen Gesichter bezeugen, dass es sich gelohnt hat!


Samstag, 28. April 2018

Vo Mäuchnou gäge Huttu zue

Donnerstag, 27. April

Vo Mäuchnou gäge Huttu zue
Brucht me gueti Schtrümpf u Schueh

Unter der Leitung von Jürg Eggen sind 14 Wanderer unterwegs, und wie es bei Jürg üblich ist, gibt es zuerst Kaffee und anschliessend den Sprint zum ersten Bergpreis. Als Zweitletzter erreiche ich diesen nicht mit dem Feld.

Startkaffee im Restaurant Linde

Jürg erklärt die Bergpreisregeln

Zuerst sanfter Anstieg Richtung Hochwacht.

Ab hier wird auf dem fast überhängenden Pfad gesprintet

Nach diesen Strapazen gibt es auf der Hochwacht die erste Zwischenverpflegung

Chutzen und Hochwachten
Die Chutzen dienten zur Alarmierung der Bevölkerung bei Katastrophen und Kriegsausbrüchen. Berittene Meldeläufer eilten von Dorf zu Dorf und informierten die Bevölkerung. Zitat:
Diese Alarmierungsart war im Bernbiet ab Mitte des 15. Jahrhunderts und in der Urschweiz ab 1529 bekannt. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde das Netz der Signalpunkte markant ausgebaut. So besass Bern zwischen Rhein und Genfersee 156, Thurgau 51, Freiburg 33, Zürich 23 und Luzern 17 Hochwachten.Die Hochwachten bestanden in der Regel aus einer Wachthütte und einer schwenkbaren Harzpfanne an einem galgenartigen Gerüst. Mit dieser Pfanne wurden optische Signale von Berg zu Berg weitergegeben und so konnten Truppen organisiert oder auf Gefahren aufmerksam gemacht werden. Bei Tag geschah dies durch Rauch, in der Nacht durch Feuer und bei Nebel durch Mörser.Die Hochwachten (auch Chutzen oder im französischen Signal genannt) bezeichneten in der Schweiz Signalpunkte auf Berggipfeln oder an markanten Stellen. Sie wurden dazu benutzt, Meldungen oder einen Alarm weiterzugeben.

Eine solche Hochwacht war ja auch unser Bantiger. Diese weit sichtbaren Hügel und Gipfel waren früher nicht bewaldet. Ohne Türme sieht man nicht mehr über die Wipfel hinaus.


Turm ...


.... und heute....

.... bescheidene Aussicht

Die Leiter zum höchsten Punkt ist nicht für jedermann
Über sanfte Anhöhen und Wälder geht es nun weiter Richtung Huttwil, Wir erfreuen uns an blühenden Bäumen und saftigen Wiesen.

Blühende Kirschbäume

Der Blick zurück zum Jura

Gepflegte Anwesen ....


....auf der Gemeindeweid
Im Schmidwald finden wir bei einem Forsthaus den idealen Platz für das Picknick.



Weiter geht es über Auswil zum Huttwilerberg Vo Ousu uf Huttu u villech de no uf Lotzbu.

Grunholz

In der Nähe von Ousu

Auf dem Weg zum Soldatendenkmal auf dem Huttuberg
Otto und Heinz am Ziel im Hotel Bahnhof
Zu Hause in Bolligen ärgerte ich mich gewaltig. Ich hatte offenbar an meiner Kamera etwas verstellt. Viele Aufnahmen waren unscharf, quadratisch statt rechteckig. Was macht man da? Nochmals gehen! Diesmal mit meiner weltbesten Begleiterin.


Freitag, 27. April

Wir waren bei strahlendem Wetter unterwegs und genossen diesen Tag sehr. Die Bilder sollen sprechen:

Restaurant Linde: der gestrige Kaffeehalt

Kirche und Schloss Melchnau

Heute Sonne und satte Farben

Heute sieht man die Alpen!



In der Ferne der Pilatus

Käthi im Abstieg vom Turm

Sehr solid konstruierter Turm

Blick zum Jura

Kirschbäume

Gemeindeweid im Sonnenlicht

Löwenzahn und Pilatus

Die malträtierte Eiche

Jura-Panorama


Kreisender Milan

Drohne über Madiswil

Ärdeschön .....

Nicht gewusst: Abkürzung nach Bolligen

Der Tripelbaum


Ankunft beim Soldatendenkmal



Die Inschriften auf diesem Denkmal haben mich berührt. In den Bat. 39 und 152 habe ich meine Militärdienste geleistet, mit guten Kameraden aus dem Oberaargau. Sie lebten in Huttu, Ousu, Lotzbu, Buchsi, Langete und anderen schönen Dörfern. Auf Wiedersehen Oberaargau an der nächsten Seniorenwanderung auf dem Amiet-Hesse-Weg.